China-Visum 2026: reduzierte Gebühren bis Jahresende, Antrag in Berlin auch per Post
Die chinesische Botschaft verlängert die reduzierte Visagebühr – 45 statt 60 Euro pro Antrag – bis zum 31. Dezember 2026. Das CVASC Berlin nimmt Anträge ohne Fingerabdruck-Pflicht seit Juni 2026 auch per Post an. Alle Posten der Gesamtgebühr und der Ablauf des Postwegs.
Zwei Mitteilungen aus Berlin machen das chinesische Visum in diesem Jahr günstiger und bequemer, als es lange war. Die chinesische Botschaft hat am 26. Dezember 2025 die Reduzierung der Visagebühren bis zum 31. Dezember 2026 verlängert; Staatsangehörige der Schengen-Staaten zahlen damit weiter 45 statt 60 Euro Konsulatsgebühr pro Antrag. Und das Chinese Visa Application Service Center (CVASC) Berlin bietet seit dem 5. Juni 2026 einen Zweiwege-Postdienst an: Wer keine Fingerabdrücke abgeben muss, schickt seine Unterlagen ein und bekommt Pass und Visum zurückgeschickt.
Die Gebühr im Detail
Die Reduzierung gilt seit dem 11. Dezember 2023 und wurde seither jedes Jahr verlängert. Sie betrifft die Konsulatsgebühr für Inhaberinnen und Inhaber eines gewöhnlichen Reisepasses aus einem Schengen-Staat – also Deutschland, Österreich und die Schweiz gleichermaßen – und zwar für alle Einreisevarianten: einmalige, zweimalige und mehrfache Einreise mit 6 oder 12 Monaten Gültigkeit kosten dieselben 45 Euro. Die Servicegebühr des CVASC und die Zuschläge für beschleunigte Bearbeitung sind von der Reduzierung ausdrücklich nicht erfasst. So setzt sich die Gesamtgebühr laut der Preisliste des CVASC Berlin vom Juni 2026 zusammen:
| Posten | regulär | Express | Eilservice (Urgent) |
|---|---|---|---|
| Konsulatsgebühr (alle Einreisevarianten) | 45,00 € | 45,00 € | 45,00 € |
| Servicegebühr CVASC | 55,00 € | 55,00 € | 55,00 € |
| Mehrwertsteuer auf die Servicegebühr | 10,45 € | 10,45 € | 10,45 € |
| Zuschlag für beschleunigte Bearbeitung (inkl. Steuern) | – | 44,80 € | 66,70 € |
| Gesamt | 110,45 € | 155,25 € | 177,15 € |
Beim Postweg kommen die Versandkosten hinzu; die aktuellen Beträge für Rück- und Hin-und-Rückversand stehen in derselben Preisliste. Für Staatsangehörige anderer Länder gelten abweichende, nach Einreisevarianten gestaffelte Konsulatsgebühren.
Antrag per Post: Wer darf das?
Der Zweiwege-Postdienst steht Antragstellenden offen, die in Deutschland wohnen oder arbeiten und keine Fingerabdrücke abgeben müssen. Die zweite Bedingung erfüllen bis zum 31. Dezember 2026 die meisten: Nach der Ende 2025 verlängerten und ausgeweiteten Befreiung sind alle Kurzzeit-Visa mit einer Aufenthaltsdauer bis 180 Tage – auch mit mehrfacher Einreise – sowie Z-Visa mit einer Aufenthaltsdauer bis 30 Tage von der Abgabe befreit. Unabhängig vom Visum sind außerdem befreit: Personen unter 14 oder über 70 Jahren, Personen, deren Fingerabdrücke in den letzten fünf Jahren im CVASC Berlin mit demselben Reisepass bereits erfasst wurden, und Personen, deren Abdrücke nicht erfasst werden können.
So läuft der Postweg ab
- Online-Antrag ausfüllen wie bei jedem China-Visum über das Antragssystem des CVASC.
- Unterlagen einsenden: den ausgedruckten Antrag, den Reisepass und die geforderten Nachweise zusammen mit zwei unterschriebenen Erklärungen – der Einwilligung zur Datenverarbeitung und der Erklärung zum Postversand – an: China Visa Service Center, Leipziger Platz 15, Raum 523, 10117 Berlin.
- Rechnung abwarten: Nach Prüfung der Unterlagen erhalten Sie per E-Mail eine Rechnung über die Gebühren laut Preisliste.
- Überweisen: Erst nach Eingang der Zahlung wird der Antrag bearbeitet.
- Rücksendung: Pass, Visum und Quittung kommen per DHL Express zurück. Das CVASC rechnet mit etwa 7 bis 10 Werktagen von der Zahlungsbestätigung bis zum Erhalt des Visums.
Gilt das auch für die anderen Visazentren?
Die Mitteilung stammt vom Zentrum in Berlin, das für den Konsularbezirk der Botschaft zuständig ist. Ob und zu welchen Bedingungen die Zentren in Hamburg, Frankfurt, Düsseldorf und München sowie Wien, Bern und Zürich einen vergleichbaren Postweg anbieten, erfragen Sie bitte dort. Maßgeblich ist immer das Zentrum, das für Ihren Wohnort zuständig ist.
Brauchen Sie überhaupt ein Visum?
Für die meisten Reisen aus dem deutschsprachigen Raum lautet die Antwort in diesem Jahr: nein. Bis zum 31. Dezember 2026 reisen Deutsche, Österreicherinnen und Österreicher sowie Schweizerinnen und Schweizer für bis zu 30 Tage ohne Visum nach China, zu Tourismus, Geschäft, Besuch, Austausch und Transit. Die Gebühren und der Postweg betreffen also, wer länger bleibt, arbeitet, studiert oder aus einem anderen Grund ein reguläres Visum braucht – einen Überblick gibt der Beitrag China Visum 2026 – Alles, was Sie wissen müssen. Wer den Antrag nicht selbst zusammenstellen möchte, findet in unserem Verzeichnis die Visa-Agenturen, die das gegen eine eigene Servicegebühr übernehmen.
